Über mich
Über mich
Mein Weg
Krisen sind oft der Anfang tiefgreifender Veränderungen, wenn man sie als Chancen sieht. So war es bei mir. Sie haben mich gelehrt, genau hinzusehen – auf meinen Körper, meine Beziehungen und die Zusammenhänge, die oft im Verborgenen liegen.
Mit Anfang zwanzig verlor ich durch eine schwere Erkrankung zeitweise die Fähigkeit zu laufen. Was vorher selbstverständlich war – Bewegung, Kraft, Autonomie – war plötzlich nicht mehr da. In dieser Zeit verstand ich etwas Grundlegendes: Gesundheit ist für viele selbstverständlich, doch sie kann sich sehr schnell ändern. Ich wurde wieder gesund, weil mein Körper zur Heilung fähig war und ich lernte, ihn gezielt zu unterstützen. Training, Ernährung, Regulation – das wurde mein Zugang. Diese Erfahrung veränderte nicht nur mein Denken, sondern auch meinen beruflichen Weg. Ich verließ das klassische BWL-Studium und wechselte zur Diplom-Fitnessökonomie, um Körper und Stoffwechsel fundiert zu verstehen. Und ich stellte mir die Frage, warum mir das überhaupt passiert war.
Wenig später der nächste Schock: die Diagnose Polyzystisches Ovarialsyndrom während meiner ersten Ehe, verbunden mit der Aussage, dass eine natürliche Schwangerschaft sehr unwahrscheinlich sei. Wieder musste ich überlegen, wie es weitergeht. Nach der Informationsveranstaltung zur In-vitro-Fertilisation entschied ich mich gegen diesen anstrengenden Prozess. Ich war mir sicher: Ich werde eine Lösung finden, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, wenn auch nicht sofort.
Beruflich bewegte ich mich früh in Führungspositionen – schon während des dualen Studiums, mit Mitte zwanzig. Um mehr über Personalführung zu lernen, begann ich 2007 eine Coaching-Ausbildung und schloss nach einer arbeitsreichen Zeit und damit verbundenen Ausbildungs-Zwangspause 2013 als Social Coach und Fachtrainerin für Business und Consulting ab. Ich lernte nicht nur, andere Menschen zu führen und zu coachen, sondern auch viel über mich selbst. Es war eine Persönlichkeitsentwicklung sondergleichen und der Startschuss, immer weiter zu erforschen, was uns antreibt und was uns im Kern zusammenhält.
Zwischendurch arbeitete ich auf der AIDA, einfach um zu sehen, was die Welt noch zu bieten hat. Danach ging ich nach Österreich, später in die Schweiz. Aber parallel blieb immer der Wunsch, Mutter zu werden - still, aber beharrlich, auch als die Schulmedizin wenig Hoffnung machte. Und dieser Wunsch wurde Realität. Aus diagnostizierter Unfruchtbarkeit wurden drei natürliche Schwangerschaften -2014, 2016, 2018. Natürlich musste ich neue Wege gehen, Ärzte im Ausland konsultieren - und wieder lernte ich, dass Heilung oft dort beginnt, wo Standardlösungen enden.
Meine erste Ehe blieb kinderlos und scheiterte. Vielleicht deswegen. Dann wurde ich Mutter von drei Söhnen und Ehefrau eines Mannes, der eine Generation älter ist als ich. Auch hier blieb ich von einer Krise nicht verschont: Eine Affäre erschütterte unsere Beziehung. Wieder Ausnahmezustand für meinen Körper und mich. Ein herber Schlag für mein Selbstwertgefühl. Wieder die Frage: Wie verwandle ich diese Krise in eine Chance? Auch hier haben wir Lösungen gefunden, die als unkonventionell beschrieben werden können.
Meine Arbeit heute
Diese Erfahrungen sind der Kern meiner Arbeit. Ich bin diplomierte Fitnessökonomin, Social Coach, Fachtrainerin, Sporttrainerin, Rückenschulleiterin, Ernährungsberaterin und zertifizierte Dianetik-Auditorin. Ich habe mich mit Aurachirurgie und Energiearbeit vertraut gemacht und systemisches Stellen bei Sophie Hellinger kennengelernt. Vor allem aber verbinde ich fachliche Kompetenz mit gelebter Realität. Ich verstehe Nervensysteme, Entscheidungsprozesse, Beziehungsdynamiken und die Mechanismen hinter innerem Alarm und Kontrollverlust.
Heute arbeite ich vor allem mit Frauen, deren Partnerschaft durch Affären oder massive Vertrauensbrüche erschüttert wurde. Mein Ansatz setzt neben der Unterstützung in der Krisensituation auch auf Prävention und Nachsorge – so wie ich es aus dem Sportbereich kenne. Ich helfe Frauen, ihren inneren Ausnahmezustand zu verstehen und zu beruhigen, damit Klarheit entstehen kann. Auch die Muster des anderen zu kennen, hilft manchmal zu verstehen, was passiert ist. Das schafft Ruhe, die für Entscheidungen elementar ist. Denn Entscheidungen sind nur dann richtig, wenn sie aus innerer Stabilität getroffen werden.
Ich höre meinen Klienten zu und versuche zu verstehen, wo das eigentliche Problem liegt. Ich schaffe Zugänge, wo vorher Leere schien, suche nach alten Programmierungen und helfe, sie zu lösen. Ich habe gelernt, dass Heilung und Orientierung dort beginnen, wo man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und dem eigenen Körper zuzuhören. Ordnung ins Chaos zu bringen und Komplexes auf den Kern zurückzuführen mit viel Liebe und Interesse am Gegenüber – das sind meine Stärken.
Ich hoffe, dass jeder erkennt: Jeder hat nur dieses eine Leben, aber dieses eine Leben verbindet uns alle.
Mein Leben
Privat kennt man mich als einen familiären Menschen. Ich verbinde Arbeit und Muttersein mit drei Kindern so, dass beides Platz hat. Zeit mit meinen Jungs ist für mich wesentlich. Beim gemeinsamen Spielen entsteht Nähe und Präsens im Alltag. In den Ferien zieht es mich an den Ostseestrand, mit den Hunden meines Vaters. Weite, Wind und Bewegung geben mir Ausgleich.
Ich tanze gern zu lauter Musik. Da ich Frühschläferin und Frühaufsteherin bin, findet man mich tanzend nicht mehr nachts in Clubs, sondern tagsüber zu Hause, zum Beispiel beim Kochen. Die Morgenstunden gehören mir. Klarer Kopf, Ruhe, Fokus. Ich stehe extra früher auf, um mich in Ruhe auf den Tag einzustimmen. Meditation gehört inzwischen dazu. Routinen bringen mir Leichtigkeit in einen komplexen Alltag als Ehefrau, dreifache Mama und Unternehmerin.
Mein Verhältnis zur Ernährung hat sich über die Jahre stark verändert. Lange habe ich mich nahezu vegetarisch ernährt, aus Überzeugung und aus dem Wunsch heraus, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Es entsprach mir jedoch nicht. Heute esse ich bewusst mehr Fleisch von Wild oder aus Weidehaltung. Ich fast regelmäßig für zwei Tage. Seitdem ist der Gehirnnebel verschwunden und ich habe mehr Energie. Mein Denken ist klarer, mein Körper stabiler. Ketone tun meinem Gehirn gut. Auch das ist eine Erkenntnis, die nicht nur aus Büchern stammt, sondern aus Erfahrung. Erstaunlich ist, dass dieses Wissen Diplom-Oecotrophologen und Ärzten in ihren Ausbildungen nicht vermittelt wird.
Wir leben in einer Kleinstadt, in der die Kinder zu Fuß zur Schule gehen können. Kurze Wege, Bodenständigkeit, ein überschaubarer Alltag. Für mich ist das ein Geschenk. Ich schätze Einfachheit als bewusste Entscheidung. Ich genieße Fülle in Form von freien Flächen und Natur.
Was man über mich wissen sollte: Ich mag keine Dauerreize wie ständig dudelnde Musik. Mein Handy steht immer auf Vibrieren. Ich mag Ruhe, Tiefe, Klarheit und Echtheit. Ich habe mich von Koffein befreit, trinke keinen Alkohol und schaffe es, wochenlang ohne Zucker auszukommen. Das hat mich gestärkt. Ich habe keine Angst vor schwierigen Themen oder davor, meine Weltanschauung zu überdenken. Ich beobachte, denke gern nach und schaue, was sich stimmig anfühlt.
